Kupfer und Gesundheit von der Antike bis heute...

Kupfer und Gesundheit von der Antike bis heute...


 

… in der Geschichte

Schon in der ägyptischen Hochkultur wurde Kupfer zur Desinfektion von Wunden und zur Aufarbeitung von Trinkwasser verwendet. Auch die alten Römer kurierten zahlreiche Krankheiten und Infektionen mit Präparaten auf Kupferbasis. Hippocrates, bekannt als der Vater der westlichen Medizin, behandelte und heilte offene Wunden und Hautirritationen mit Kupferpräparaten. Sowohl in Indien als auch in Persien wurde Kupfer bei  Blutgeschwüren (Eiterbeutel), Augeninfektionen und Geschwüren im Genitalbereich eingesetzt, während die Azteken es unter anderem als Heilmittel zur Behandlung von Halserkrankungen zu  schätzten wussten. „…im alten China war man von der antibakteriellen Wirkung des Kupfers so überzeugt, dass man die Verwendung von Papiergeld verbot und dafür die Bezahlung mit Kupfergeld vorschrieb, um die Ausbreitung von Krankheiten zu verhindern“ mehr Infos

 

… seit dem 19. Jahrhundert

Im 19. Jahrhundert konnte der Zusammenhang zwischen Keimen und der Entwicklung von Krankheiten aufgeklärt werden. Wissenschaftler begannen, das antimikrobielle Potential des Kupfers zu verstehen und die Möglichkeiten seiner Nutzung zu optimieren.

Die Anwendungen von Kupfer reichen heute von Antiseptika und Antimykotika über Medizingeräte und Mundhygieneprodukte der Pharmaindustrie bis hin zu anderen Einsatzgebieten wie Wasserleitungen, Belüftungs- und Klimaanlagen. Auch die Spirale, die Frauen zur Empfängnisverhütung dauerhaft eingesetzt wird, ist aus Kupfer hergestellt.

 

… zur Bekämpfung von Infektionen

Es wird zunehmend davon ausgegangen, dass Kupfer eine entscheidende Rolle bei der Verminderung des Risikos der Übertragung von Keimen spielt, die die öffentliche Gesundheit in Krankenhäusern und anderen öffentlichen Gebäuden bedrohen. 

Zu den Mikroorganismen, die am häufigsten bei Krankenhausinfektionen festgestellt werden, gehören MRSA, koliforme Bakterien wie E. coli und Klebsiella pneumoniae sowie Clostridium difficile. In letzter Zeit stellten darüber hinaus Vogel- und Schweinegrippe eine hochinfektiöse globale Bedrohung dar. (Antimicrobial Copper)

 

… für den menschlichen Körper

„Kupfer ist notwendig für das Wachstum von Kindern, die Stärke der Knochen, die Entwicklung der roten und weißen Blutkörperchen, den Transport von Eisen, den Cholesterin- und Glukosestoffwechsel, die Kontraktion des Herzmuskels und die Entwicklung des Gehirns. Die Versorgung mit Kupfer ist besonders wichtig für Schwangere, den sich entwickelnden Fötus und für Neugeborene. Der typische tägliche Bedarf beträgt 1 bis 2 mg bei Erwachsenen und 0,5 bis 1 mg bei Kindern. (European Copper Institute).

Kupfer ist nach Eisen und Zink das für den Organismus drittwichtigste Spurenelement. Es regt das Immunsystem an und beugt Entzündungen vor. Forscher konnten nachweisen, dass Kupfer die Bildung von roten Blutkörperchen, Collagen und anderen Schlüsselproteinen unterstützt, die ihrerseits für eine Stabilisierung der Hautschichten und die Heilung von Wunden förderlich ist. Kupfer ist wichtig für eine jung aussehende und gesunde Haut.

 

...aktuelle Forschung

Ein Team unter Leitung von Prof. Bill Keevil an der Universität Southampton (Großbritannien) untersuchte das Überleben von MRSA auf Oberflächen im Labor. Die Ergebnisse bestätigen, dass Kupfer eine wichtige Rolle bei der Bekämpfung von Krankenhausinfektionen spielen könnte.“ (European Copper Institute)

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